Edition Sterntaucher

Brit Rodenberg

 

Antwort


Ich ging durch die Straßen.
Autos. LkWs. Stau.
Noch ein neues Auto.
Shops. Neue Mode. Klamottenberge. Nach Chemie stinkend.
Noch ein neues Kleid.
Styling. Make-Up. Maskara. Lipp-Gloss.
Noch ne Schicht.
Zeitfenster. Einhalten. Einsparen. Termine. Konferenzen. Plaudern. Spielen. Schlafen. Bald ist Freitag.
Plastik. Glyphosat. Staub. CO2. Klima. Katastrophen. Verdrängen. Vergessen. Weit weg.
Noch mal in Urlaub.
Fleisch. Grillsaison. Outdoor-Küche. Kalorien. Diät. Fast Food. Fertigprodukt. Salat. Vegan. Soft Drinks. AlkoPops.
Noch ein Schluck.
Schmerzen. Arzt. Tabletten. Schmerzen. Arzt. Spritzen.
Noch ein Rezept.
WhatsApp. Facebook. Twitter. Netflix. Werbung. Nachrichten.
Noch ein Amoklauf.
Sex. Push. Gewalt. Porno. Missbrauch.
Noch mal Spaß haben.
Eine Welt im Rausch.

Ich ging durch die Straßen und fragte mich:
Wohin treiben wir?
Wie soll das enden?
Was kann es aufhalten?

 

Anfang 2020. Dieses Gefühl, der Gedanke, die Gewissheit,
dass sich alles ändern wird. Alles. Angst. Ungewissheit. 

Die Antwort:
Durch Leid.
Erfahren wir uns selbst.
Unsere Ängste.
Durch Leid.
Finden wir zurück.
Zur Wahrheit.
Zu uns selbst.
Zu Menschlichkeit.
Zu innerem Frieden.
Zum Füreinander.
Zum Vertrauen.
Zum Christusbewusstsein.
Zu Hoffnung und Zuversicht.
Auf dem Weg in eine freie menschliche friedliche angstfreie Zeit.



Viele Lösungen sind schon da. Viele Antworten bereits vorhanden. 
Nicht nur im Außen. Vor allem in uns.

Ich hatte nicht geahnt, dass es so herausfordernd wird.
Immer wieder durch diesen engen dunklen
Flaschenhals aus Angst gepresst zu werden.
Den anderen zu verstehen.
Anzunehmen, was ist. 
In Liebe zu gehen.
Vertrauen zu finden.

Zu danken. Auf dem Weg ins Licht.

03/2021