Edition Sterntaucher

Brit Rodenberg

 

Nachtgedanken (frei nach Heinrich Heine)


Denk ich an Deutschland in der Nacht.
Denk ich zuerst an Lauter lach.
Ich kann nicht mehr die Augen schließen
und meine heißen Tränen fließen.


Habeck erlaubt nur kurz kalt duschen.
Wir sollten artig vor ihm kuschen.
Am besten raus in Regen gehen.
Weil Sklaven sparn und zahlen schön.


Friern im Winter wie die Schneider.
Fast kein Gas mehr (leider).
Die Glotze hat das Volk verhext.
Medialer Irrsinn wächst. Und wächst.


Höre immer, wie die Alde,
wir schaffen das ins Ohr mir lallte.
Die alte Frau hat uns nicht lieb.
Nach zahlreich‘ Briefen, die ich ihr schrieb,
sah ich, wie ihre Hand gezittert,
als sie noch übern Sender flittert‘.


Die Freiheit liegt mir stets im Sinn.
ZWEI LANGE JAHRE flossen hin.
ZWEI HARTE JAHRE sind verflossen!
Hab mich noch immer nicht erschossen.


Deutschland hat ewigen Bestand.
Das letzte symptomfrei-gesund-getestete Land!
Mit seinen Eichen und Christian Wolfgang Lindner
wird es ein jeder Flüchtling finden.


Seit ich ins Land zurückgekehrt,
hat sich kaum einer hier beschwert
(geschweige denn gewehrt),
gegen Gesetze zur Hygiene.
Michel beißt zusamm‘ die Zähne.


Schwimmt im Strom. Jammert still,
dass niemand uns befreien will.
Pharma warnt vor Mutationen.
Neue Impfung wird empfohlen.
Für Millionen.


Mir ist, als wälzten sich die Reichen
auf meine Brust – Gottlob! sie weichen!
Gottlob! durch meine Fenster bricht
hoffnungsvolles Morgenlicht.


Heizung läuft, auch Stromversorgung.
Rest kann ich beim Nachbarn borgen.



(2022)